Eskalation im Iran-Krieg DAX dürfte unter 26.000 Punkte fallen

Eine neue Eskalation am Persischen Golf lässt weiteren Druck auf den deutschen Aktienmarkt erwarten. Der DAX wird zwei Stunden vor Handelsbeginn etwa 0,6 Prozent tiefer gesehen.

Die Zeichen stehen auf fallende Kurse: Der DAX dürfte unterhalb der Marke von 26.000 Punkten in den Tag starten, die er gestern noch knapp halten konnte. Der Broker IG sieht den Leitindex in einer ersten Indikation 0,6 Prozent tiefer.

Über Nacht ist der Kampf um die Kontrolle der Straße von Hormus zwischen den USA und dem Iran erneut eskaliert. Während das US-Militär mehrere iranische Öltanker angriff, attackierten die Revolutionsgarden einen amerikanischen Stützpunkt in Jordanien mit zahlreichen Raketen.

Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich daraufhin wieder auf mehr als 99 Dollar pro Barrel.

Die asiatischen Märkte zeigten sich dennoch robust. Dank der Euphorie für Künstliche Intelligenz konnten sich die chinesischen Indizes und der japanische Nikkei zunächst im Plus halten, der südkoreanische Kospi gewann sogar über ein Prozent.

An der Wall Street hatten neben der militärischen Eskalation Inflationssorgen die Kurse belastet. Der Dow Jones büßte 1,2 Prozent ein, der Nasdaq 0,3 Prozent.

Wichtige Konjunkturtermine stehen heute nicht an, bevor morgen der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und vor allem die US-Verbraucherpreise am Freitag die Märkte bewegen dürften.

Die Finanzmärkte haben sich bereits darauf eingestellt, dass die EZB den Leitzins um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent erhöhen wird. Die US-Inflationsdaten aus den USA gelten als letztes wichtiges Datum, das den Zinsentscheid der Notenbank Federal Reserve (Fed) am kommenden Mittwoch beeinflussen kann.