Hurrikan "Isaias" Mehrere Tote und Hunderttausende ohne Strom
Nach dem Auftreffen des Hurrikans "Isaias" auf die US-Küste sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und Hunderttausende von der Stromversorgung abgeschnitten worden.
In den USA sind durch den Wirbelsturm "Isaias" vier Menschen getötet worden. Hunderttausende sind nach offiziellen Angaben aus Florida und Alabama zudem ohne Strom.
Der Wirbelsturm der Kategorie zwei traf am frühen Samstag in Florida auf Land und schwächte sich danach zu einem Sturmtief ab, wie die Behörden mitteilten. Am Mittag waren noch rund 670.000 Haushalte in Florida, Alabama, Georgia und Mississippi ohne Strom.
Lebensgefahr durch Überflutungen
"Isaias" war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. In mehreren Bundesstaaten war vorsorglich der Notstand ausgerufen worden. Der Sturm war zunächst sogar als Hurrikan eingestuft worden, hatte sich in der Nacht aber abgeschwächt. Trotzdem besteht laut dem Wetterdienst weiterhin Lebensgefahr unter anderem durch Überflutungen.
Mittlerweile überzieht der Sturm weite Teile des Südostens der USA mit starkem Regen und extremem Wind. Dem National Hurricane Center zufolge können die Auswirkungen nicht nur in Florida und Alabama, sondern unter anderem auch in den Bundesstaaten Georgia, Mississippi und Tennessee zu spüren sein. Örtlich seien Erdrutsche und Tornados möglich.
Auswirkungen auf Energieproduktion
Der erste Hurrikan der atlantischen Saison 2026 wirkte sich auch stark auf die amerikanische Energieproduktion aus. Im Golf von Mexiko blieben am Samstag 69 Prozent der Öl- und 57 Prozent der Erdgasförderung stillgelegt. Nach Behördenangaben waren 113 Förderplattformen und damit 30 Prozent der Anlagen weiterhin evakuiert.
Um Lieferausfälle auszugleichen, gab das US-Energieministerium bis zu vier Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Erdölreserve frei. Die Energiekonzerne Shell und Chevron begannen unterdessen damit, wieder Personal auf ihre Plattformen zu schicken, um die Produktion schrittweise wieder hochzufahren.
Mexiko bereitet sich auf Hurrikan "Simon" vor
In Mexiko stellen sich die Menschen derzeit auf das Eintreffen von "Simon" ein. Es wird erwartet, dass der Hurrikan, der mittlerweile in die Kategorie 4 eingestuft wurde, seine Stärke beibehält und weiter Kurs in Richtung der zentralwestlichen Pazifikküsten nimmt. Dies teilten der mexikanische Wetterdienst und das Marineministerium mit.
Der Wetterdienst prognostiziert, dass sich der Hurrikan bis Sonntagabend (Ortszeit) der mexikanischen Westküste bis auf gut 30 Kilometer nähert. Es werden Starkregen, Windgeschwindigkeiten im Zentrum des Hurrikans von bis zu 240 Kilometern pro Stunde sowie Wellenhöhen von sechs bis acht Metern erwartet. In tief gelegenen Gebieten drohten laut dem Marineministerium Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche.



