Messerangriff in Regensburg Verdächtiger war kurz vor der Tat in Polizeigewahrsam
Nach dem tödlichen Angriff auf einen Bankmitarbeiter in Regensburg sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Weniger als 24 Stunden vor der Tat war der Mann in Polizeigewahrsam.
Einen Tag nach dem tödlichen Messerangriff auf den Mitarbeiter einer Bank in Regensburg ist der 20-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Der 20 Jahre alte Deutsche werde dringend des Mordes und der schweren räuberischen Erpressung verdächtigt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es gebe derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mann schuldunfähig sei. Er werde aber untersucht, sagte Polizei-Einsatzleiter Erwin Frankl.
Wie die Ermittler weiter berichteten, war der Mann am Tag zuvor in Polizeigewahrsam. Er sei in der Nacht zu Mittwoch zur Polizei gekommen und habe sich selbst stellen wollen. Unter anderem weil er seinen Angaben zufolge eine Bierflasche auf ein Polizeigelände geworfen habe, sagte Frankl. Es habe jedoch keine Haftgründe gegeben, weswegen der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden sei.
Motivlage unklar
Für den 20-Jährigen bestand bereits seit geraumer Zeit ein Waffenbesitzverbot, weil er in der Vergangenheit unerlaubt mit einem Messer und einem Elektroschocker angetroffen worden war.
Die Motivlage zur Tat gestern sei "noch relativ unklar", sagte der Chef der zuständigen Kriminalpolizei, Robert Fuchs. Der verdächtige Mann habe dem Bankmitarbeiter an einem Kundenwarteraum einen Zettel vorgezeigt, auf dem "unter anderem etwas von einem Überfall und einen Bankraub" gestanden habe. Danach habe er ein Küchenmesser hochgehalten und den hinter einem Tresen sitzenden Bankmitarbeiter "relativ schnell" angegriffen und ihm mehrere Messerstiche versetzt. Das Opfer starb im Krankenhaus.




