Krieg gegen die Ukraine Wieder Tote bei russischen Angriffen auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt ist erneut Ziel russischer Angriffe geworden. Mindestens zwei Menschen sollen getötet worden sein. Der ukrainische Präsident Selenskyj wirbt in den USA um mehr Schärfe gegenüber dem Kreml.

Bei erneuten russischen Angriffen sind in Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete über mindestens 20 Explosionen im Stadtgebiet. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor Angriffen mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt sowie auf die nahe Region Tschernihiw gewarnt.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte bei Telegram die nächtlichen Attacken. "Wieder einmal waren Kiew und die zivile Infrastruktur - Wohnhäuser, eine Entbindungsklinik, Energieanlagen und Logistikeinrichtungen - die Hauptziele des Angriffs", schrieb er.

Erst am Mittwoch waren aus Kiew mehrere Todesopfer infolge russischer Angriffe gemeldet worden. Die jüngste Attacken trafen Behördenangaben zufolge auch die Schwarzmeerstadt Odessa, wo demnach eine medizinische Einrichtung, eine Bildungseinrichtung sowie Wohngebäude beschädigt wurden.

Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland

Angesichts der fortwährenden Angriffe Russlands drängte Selenskyj bei seinem derzeitigen Besuch in den USA darauf, den Druck auf den Kreml zu erhöhen. Vor dem US-Kongress forderte er schärfere Sanktionen gegen Russland und die Lieferung von Abwehrraketen an das ukrainische Militär.

Am Rande der UN-Vollversammlung hatte Selenskyj sich in einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump sowohl zu einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin als auch zu einer Teilwaffenruhe bereit erklärt. Die Ukraine werde Attacken auf russische Energieanlagen einstellen, wenn Russland Angriffe dieser Art ebenfalls stoppe. Doch dem erteilte der russische Außenminister Sergej Lawrow eine Absage. Russland habe nicht vor, seine Angriffe einzustellen.