New York Pferdekutschen im Central Park werden abgeschafft

In New York geht eine Ära zu Ende. Die berühmten Pferdekutschen im Central Park werden schrittweise bis Juni 2028 abgeschafft. Der Stadtrat stimmte einem Gesetzesentwurf von Bürgermeister Mamdani zu.

Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter in New York so sehr wie die Pferdekutschen im Central Park. Tierschützer fordern seit vielen Jahren ein Verbot der Kutschen. Die Pferde seien schlecht untergebracht und überarbeitet.

Traditionalisten argumentieren dagegen, dass die Pferdekutschen im Central Park zu New York gehören, wie die Fiaker zu Wien. Auch US-Präsident Donald Trump kritisierte die Abschaffung einer "großartigen Tradition". Ein weiteres Stück Geschichte verschwinde aus New York.

Mehrere Kutschen stehen im Central Park in New York hintereinander

Frühere Bürgermeister scheiterten bei Abschaffung

Frühere Bürgermeister scheiterten stets am Widerstand der Gewerkschaft der Pferdekutschenfahrer oder an mangelnder Unterstützung im Stadtrat. Doch die Stimmung änderte sich nach einem tragischen Unfall im Juni. Ein 18-jähriger Tourist aus Indien kam im Central Park ums Leben, nachdem ein Kutschenpferd in Panik davon galoppiert war.

Bürgermeister Zohran Mamdani stellte daraufhin seinen Verbotsentwurf vor, dem der Stadtrat jetzt zustimmte. Bis Juni 2028 sollen für die knapp 200 Kutscher neue Jobs gefunden werden. Einer der Vorschläge: sie könnten die Touristen künftig in speziellen Rikschas durch den Central Park fahren. Die Kutschergewerkschaft kündigte an, vor Gericht zu ziehen.