Erster Erfolg im Film "Das Boot" Schauspieler Ralf Richter ist tot

Seine erste größere Rolle brachte gleich den Durchbruch: Der aus "Das Boot" bekannte Schauspieler Ralf Richter ist gestorben. In seiner Karriere spielte er oft ein Original aus dem Ruhrgebiet.

Der Schauspieler Ralf Richter ist tot. Wie seine Kinder Aline und Maxwell Richter in einer gemeinsamen Erklärung auf Facebook schrieben, starb ihr Vater im Alter von 69 Jahren in der vergangenen Nacht. "Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben", heißt es in der Erklärung weiter. Für viele Fans sei er Schauspieler, Kultfigur und ein Gesicht, das sie über viele Jahre begleitet habe. Für sie sei er aber vor allem Vater gewesen.

Aline und Maxwell Richter bedankten sich bei den Fans für die Liebe und Wertschätzung für ihren Vater in den vergangenen Jahren.

"Das Boot" und viele große Erfolge

Dem Publikum wurde Richter 1981 in der Rolle des Zentralemaats Frenssen im Kinoerfolg "Das Boot" von Regisseur Wolfgang Petersen bekannt.

Richter spielte 1999 in der zum Kultfilm gewordenen Ruhrpott-Komödie "Bang Boom Bang" den Ganoven Kalle Grabowski und hatte damit einen weiteren großen Erfolg. Richter wurde damals vor der Premiere des Films festgenommen - und später wegen Kokainhandels zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Er spielte in vielen Filmen, die bei ihren Fans ebenfalls Kultstatus erreichten: "Manta - Der Film", "Fußball ist unser Leben", "Was nicht passt, wird passend gemacht" und "Vorstadtkrokodile".

Richter wurde im August 1957 in Essen geboren, wuchs aber in Bochum auf. In seiner Schauspielerkarriere verkörperte er häufig Originale aus dem Ruhrgebiet - "interessant sind die Kaputten", erklärte er selbst den Erfolg dieser Figuren.

Auch im Fernsehen war Richter im Laufe seiner Karriere präsent. Er spielte unter anderem in "Tatort", "Alarm für Cobra 11", "Rote Erde" und "Ein Fall für zwei".