Erwartungen übertroffen 100.000 Antragsteller profitieren von E-Auto-Prämie

Die neue Prämie zu Förderung von E-Autos hat laut Umweltminister Schneider die Erwartungen übertroffen. Geld sei bereits an 100.000 Antragsteller geflossen - viele von ihnen mit geringerem Einkommen.

Die seit Mai bestehende E-Auto-Prämie wurde nach Regierungsangaben bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte der Bild: "Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen".

Jedes zusätzliche Elektroauto mache Deutschland unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten. Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich ein E-Auto zu kaufen, sagte Schneider.

Weniger als 15 Prozent für Fahrzeuge aus China

Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. "Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt", betonte Schneider.

Das Umweltministerium hatte zuvor Bedenken zurückgewiesen, dass vor allem chinesische Autobauer von der Förderung profitieren. Ersten Auswertungen zufolge entfallen bislang weniger als 15 Prozent der Anträge auf Fahrzeuge aus China.

Regierung will bis zu 800.000 E-Autos fördern

Förderfähig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können, sowie Elektroautos mit sogenannten Reichweitenverlängerern - kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Voraussetzung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße ab und kann bei bis zu 6.000 Euro liegen. Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029.