83. Filmfestspiele Venedig George Clooney für Lebenswerk geehrt

Zum Auftakt der 83. Filmfestspiele in Venedig ist der US-Schauspieler George Clooney für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. In den Wettbewerb um den Goldenen Löwen geht auch ein Film des deutschen Regisseurs Werner Herzog.

Mit einem Ehrenpreis für Hollywoodstar George Clooney hat das Filmfestival von Venedig begonnen. Der US-Schauspieler, Regisseur und Produzent, der schon oft in der Lagunenstadt zu Gast war, wurde bei der Eröffnungsfeier am Lido für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Clooney hatte die Auszeichnung bei der Bekanntgabe im Juli als "enorme Ehre" bezeichnet. "Das bedeutet wahrscheinlich auch, dass ich alt bin", aber das sei in Ordnung, erklärte der 65-jährige Oscar-Preisträger. Neben Clooney wird auch die US-Schauspielerin Ellen Burstyn während des Festivals für ihr Lebenswerk geehrt.

Auch Werner-Herzog-Film am Start

Als Eröffnungsfilm lief "Ink", ein Film des britischen Regisseurs Danny Boyle ("Trainspotting") über Medien-Tycoon Rupert Murdoch. Im Wettbewerb um den begehrten Goldenen Löwen, der am 12. September zum Abschluss der 83. Ausgabe des Festivals verliehen wird, laufen 21 Filme, darunter "Bucking Fastard" des deutschen Regisseurs Werner Herzog.

Um den Goldenen Löwen konkurriert auch "Primetime" von US-Regisseur Lance Oppenheim mit Robert Pattinson in der Hauptrolle über eine US-Fernsehsendung, in der Pädophile entlarvt werden.

Zu den weiteren Höhepunkten des Wettbewerbs zählen die schwarze Komödie "Wild Horse Nine" von Martin McDonagh ("Brügge sehen… und sterben?"), in der John Malkovich und Sam Rockwell zwei exzentrische CIA-Agenten spielen, sowie "Bunker" von Florian Zeller mit den aus Spanien stammenden Hollywoodstars Penélope Cruz und Javier Bardem.

Den Juryvorsitz hat die US-Schauspielerin und Filmemacherin Maggie Gyllenhaal.

Netflix und Amazon nicht dabei

Hollywood und die US-Streaming-Giganten Netflix und Amazon bleiben Venedig in diesem Jahr fern. Eine Ausnahme bildet eine von Disney produzierte Dokumentation über die Rockband Oasis und ihre Comeback-Tour "Don't Look Back in Anger". Nach Angaben der Festivalleitung werden die Oasis-Brüder Liam und Noel Gallagher bei der Premiere am Samstag dabei sein.

Auch eine weitere Doku dürfte Aufmerksamkeit erregen: ein vierstündiger Film des US-Regisseurs Alex Gibney über Tech-Milliardär Elon Musk.