Venezuela Tausende fordern Rückkehr von Machado

In Venezuela haben Anhänger der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Machado deren Rückkehr gefordert. Es war die größte Kundgebung seit der Absetzung von Präsident Maduro durch die USA.

In Venezuela haben Tausende Menschen auf Kundgebungen die Rückkehr der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gefordert.

In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2.000 Demonstranten auf der Plaza Venezuela und hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie die Abhaltung von Wahlen verlangten. Auch im Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien fand eine Kundgebung statt.

Die Versammlung in Caracas war die größte Kundgebung in dem südamerikanischen Land seit der Entmachtung und Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro Anfang des Jahres durch die USA. Die Demonstranten forderten auch die Freilassung von mehr als 320 Menschen, die nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Foro Penal aus politischen Gründen inhaftiert sind.

Verhandlungen ohne Machado

Machado lebt im Exil in Panama, nachdem sie Venezuela heimlich verlassen hatte, um vor einem Jahr in Oslo den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen; die Verleihung hatte sie damals jedoch verpasst. Nach Angaben ihrer Partei Vente Venezuela wurde sie bereits mehrfach an einer Rückkehr in ihr Heimatland gehindert.

Vor gut einer Woche starteten ohne Machado Verhandlungen zwischen Vertretern der Regierung von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und der Opposition. Dabei bekräftigten beide Seiten ihren Willen, Präsidentschaftswahlen in Venezuela abzuhalten.

Das Außenministerium in Washington begrüßte die Gespräche. Diese legten die Grundlage für freie und glaubwürdige Wahlen, erklärte ein Sprecher.

EX-Präsident Maduro in den USA vor Gericht

Das US-Militär hatte den Langzeit-Präsidenten Maduro Anfang Januar in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht, wo ihm und seiner Frau der Prozess wegen "Drogenterrorismus" und Foltervorwürfen gemacht werden soll. US-Präsident Donald Trump hatte nach Maduros Sturz gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.

Nach einer umstrittenen Präsidentschaftswahl hatte sich Maduro im Sommer 2024 zum Sieger erklärt. Es folgte eine Welle der Repression, bei der 28 Menschen getötet wurden. Zahlreiche Oppositionelle gingen ins Exil. Der prominenten Oppositionspolitikerin Machado war eine Kandidatur von den venezolanischen Behörden damals untersagt worden.