Nach Gesprächen mit US-Gesandten Ukraine meldet neue russische Angriffe
Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs von US-Unterhändlern in der Ukraine hat Russland seine schweren Luftangriffe wieder aufgenommen. Aus Kiew wurden Explosionen gemeldet, berichteten ukrainische Medien.
Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadtregion wieder aufgenommen.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten mehrere heftige Explosionen in Kiew, nachdem Luftalarm ausgelöst worden war. Die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt meldete einen Raketenangriff. Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" schrieb, laut Bürgermeister Vitali Klitschko seien mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet worden.
Zuvor hatte die Militärverwaltung mitgeteilt, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den "Feind" Luftalarm in Kiew ausgelöst worden sei. Sie forderte die Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen. Nach Angaben der Behörden wurden sowohl in Kiew als auch in Boryspil östlich von Kiew sowie in der rund 70 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Fastiw Gebäude getroffen.
Wittkoff und Kushner in Modskau ud Kiew
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei. Putin hatte zuvor angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew für drei Tage einzustellen. Diese Entscheidung hänge mit der "Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten" mit der in Kiew erwarteten US-Delegation zusammen, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Am Wochenende waren die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump trafen sich am Samstag in Moskau mit Russlands Staatschef Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Zudem brieften sie die in Kiew anwesenden Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens.
Möglichkeit trilateraler Friedensgespräche
Witkoff bezeichnete die Gespräche in Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am Montag als erfolgreich. Zudem stellte er die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche in Aussicht.
Die USA versuchen seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Ukraine-Kriegs zu erreichen. Bisherige Gesprächsrunden unter Beteiligung von Unterhändlern der USA, Russlands und der Ukraine brachten jedoch keinen Durchbruch.



