Laut Prognosen Keine klare Mehrheit bei Parlamentswahl in Israel
Die Parlamentswahl in Israel hat laut ersten Prognosen keinen klaren Sieger hervorgebracht. Weder für Premierminister Netanjahu noch für seinen wichtigsten Herausforderer Eisenkot zeichnet sich eine Mehrheit in der 120 Sitze zählenden Knesset ab.
Ersten Prognosen zufolge gibt es bei der Parlamentswahl in Israel keinen klaren Sieger. Laut dem TV-Sender Channel 11 kam die Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu auf 25 von insgesamt 120 Mandaten im Parlament. Weitere TV-Sender kommen auf ähnliche Prognosen und sehen die Likud-Partei bei 24 Sitzen. Auf Platz zwei landete in der Prognose von Channel 11 die Mitte-Partei Jaschar des Ex-Militärchefs Gadi Eisenkot mit 21 Mandaten.
Weder das Lager Netanjahus noch das Lager seiner politischen Rivalen - jeweils mehrere Parteien, die sich in einem Bündnis zusammengeschlossen hatten - erreichte demnach jedoch die absolute Mehrheit. Den Prognosen zufolge lag das Lager von Eisenkot etwa drei Mandate vor dem Lager Netanjahus, das nur auf 50 von insgesamt 120 Sitzen im Parlament kam. Die Regierungsbildung und wer den künftigen Premierminister stellen wird, ist damit völlig ungewiss.
Deutliche Zugewinne verzeichneten offenbar die arabischen Parteien. Die islamisch-konservative Raam-Partei käme laut Channel-11-Prognose auf sieben Sitze, die linksgerichtete Vereinigte Liste auf zehn Sitze. Arabische Parteien könnten einer Regierungskoalition im Parlament zu einer Mehrheit verhelfen.
Hohe Wahlbeteiligung verzeichnet
Die Zentrale Wahlkommission verzeichnete nach eigenen Angaben bis 19.00 Uhr MEZ die höchste Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt seit Jahrzehnten. Zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale hatten demnach 74,3 Prozent der etwa 7,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der vergangenen Wahl vor vier Jahren waren es zum selben Zeitpunkt 66,3 Prozent gewesen. Insgesamt hatten damals 70,6 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.
Vorläufige Ergebnisse werden in den kommenden Stunden erwartet, die endgültigen Ergebnisse erst in den kommenden Tagen.
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