Frankfurter Flughafen Lufthansa reagiert auf drohende Kerosin-Engpässe
Am Frankfurter Flughafen kommt es derzeit zu Einschränkungen bei der Kerosinversorgung. Grund ist unter anderem die Wartung einer Pipeline. Die Lufthansa hat vorsorglich Maßnahmen ergriffen, Flüge sollen aber nicht gestrichen werden.
Wegen eines möglichen Kerosin-Mangels am Frankfurter Flughafen hat die Lufthansa veranlasst, dass Flugzeuge auf ausgewählten Verbindungen schon vor dem Abflug nach Frankfurt zusätzlichen Kraftstoff aufnehmen. Mit Flugstreichungen sei deshalb derzeit nicht zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.
Hintergrund der angespannten Kerosin-Versorgung am Frankfurter Flughafen ist laut Lufthansa unter anderem eine reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung. Nach Informationen der Bild wird zudem der niedrige Rhein-Pegel als möglicher Belastungsfaktor für die Versorgung genannt, da Tankschiffe den Fluss nur eingeschränkt beladen befahren könnten.
Fraport: "Betriebsfähigkeit nicht beeinträchtigt"
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport teilte am Donnerstag mit, es finde derzeit eine turnusgemäße Wartung einer Pipeline statt, die auch den Flughafen mit Kerosin versorge. Ein Engpass durch diese Routine-Wartung werde wegen anderer Versorgungswege und großer Tank-Speichermöglichkeiten nicht erwartet. "Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist somit davon nicht beeinträchtigt", so Fraport.
Wie die Bild berichtet, hat Lufthansa ihre Piloten angewiesen, auf bestimmten Flügen mehr Kerosin als für die jeweilige Strecke erforderlich zu tanken. Das sogenannte Tankering soll den Bedarf an zusätzlichem Treibstoff in Frankfurt verringern. Betroffen seien demnach vor allem Kurz- und Mittelstreckenverbindungen, zunehmend aber auch Langstreckenflüge.
Lufthansa: Verlässlichen Flugbetrieb sicherstellen
Demnach sind für Flugzeuge der Airbus-A320-Familie eine Obergrenze von acht Tonnen zusätzlichem Kraftstoff vorgesehen. Bei der Flugplanung solle zugleich darauf geachtet werden, dass durch das zusätzliche Gewicht keine Einschränkungen bei der Beförderung von Passagieren oder Fracht entstünden.
Die Lufthansa betonte, mit den ergriffenen Maßnahmen einen verlässlichen Flugbetrieb sicherstellen zu wollen. Nach Angaben der Bild sollen die Maßnahmen bis auf Weiteres gelten und an die Entwicklung der Lage angepasst werden. Ob auch andere Airlines möglicherweise betroffen sind, ist noch unklar.



