Cambridge-Analytica-Skandal Meta soll 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen
Acht Jahre nach dem Skandal um den Missbrauch von Nutzerdaten ist der Facebookkonzern Meta in New Mexico zu einer Milliardenstrafe verurteilt worden. Der Fall solle anderen Tech-Unternehmen eine Warnung sein, sagte der Generalstaatsanwalt.
Der Facebook-Konzern Meta ist wegen des Datenschutz-Skandals um Cambridge Analytica zu einer Strafzahlung von 25 Milliarden Dollar verurteilt worden. Zuvor hatte eine Jury im US-Bundesstaat New Mexico festgestellt, dass der Konzern Verbraucher über den Schutz ihrer Daten getäuscht hatte.
Der Skandal um Cambridge Analytica war im März 2018 bekanntgeworden. Medien aus Großbritannien und den USA enthüllten damals, dass die britische Beratungsfirma Daten von etwa 87 Millionen Facebook-Nutzern ausgewertet hatte, ohne deren Zustimmung einzuholen. Die Daten sollen unter anderem von Politikberatern genutzt worden sein, um die Wahlen 2016 in den USA und das Brexit-Referendum im selben Jahr in Großbritannien zu beeinflussen. Auch das Team des damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump griff darauf im Wahlkampf 2016 zurück.
Klage gegen Meta 2021
Der Bundesstaat New Mexico verklagte Meta im Jahr 2021. Ende September befand eine Jury das Unternehmen für haftbar, weil es irreführende Angaben darüber gemacht hatte, wie persönliche Facebook-Nutzerdaten mit Anwendungen von Drittanbietern geteilt wurden.
Das Urteil nun solle anderen Tech-Unternehmen eine Warnung sein, dass New Mexico sie weiter zur Rechenschaft ziehen werde, sagte Generalstaatsanwalt Raúl Torrez. Er sprach von "einem der höchsten, wenn nicht dem höchsten Urteil auf Bundesstaatenebene gegen ein Unternehmen in der amerikanischen Geschichte".



