Russische Angriffe Tote nach Angriff auf Einkaufszentrum in Sumy

Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Angriffe fortgesetzt. Bei einer russischen Attacke auf ein Einkaufszentrum starben laut Behörden zwei Menschen. Die Ukraine nahm russische Infrastruktur und den Badeort Sotschi ins Visier.

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der nordukrainischen Stadt Sumy sind laut Gouverneur Oleh Hryhorow mindestens zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Auf Fotos sind ein schwer beschädigtes Gebäude und verstreute Trümmer zu sehen. Die an Russland grenzende Region um Sumy ist immer wieder Ziel schwerer Angriffe.

Russische Streitkräfte haben zudem eine Tankstelle in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen und dabei vier Menschen verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko und das Ölunternehmen Ukrnafta mitteilten.

Das russische Verteidigungsministerium gab an, den Schwarzmeerhafen von Chornomorsk, ein Lager in Mykolajiw und zwei Schiffe nahe Odessa angegriffen zu haben. Nach ukrainischen Angaben wurden bei der Attacke auf Mykolajiw vier Menschen getötet.

Ukrainischer Angriff auf Sotschi

Die angegriffene Ukraine reagierte mit Gegenschlägen: Bei einem Angriff mit Marinedrohnen auf den russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi sind acht Menschen verletzt worden, wie Behörden der Region Krasnodar über Telegram mitteilten. In Sotschi befindet sich eine offizielle Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

In der südwestrussischen Region Woronesch ist nach Angaben des Gouverneurs eine Frau durch herabstürzende Drohnentrümmer ums Leben gekommen. Ein Drohnenangriff in Belgorod tötete laut örtlichen Behörden einen Menschen. Landesweit wurden nachts laut russischem Verteidigungsministerium 448 unbemannte Fluggeräte abgeschossen.

Infrastrukturanlagen getroffen

Am Abend griffen ukrainische Spezialkräfte nach eigenen Angaben zwei russische Erdgasanlagen in Westsibirien an, die rund 3.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegen. Ziele waren zwei große Anlagen der Gaskondensat-Industrie in Nowy Urengoi und im Bezirk Purowski in der Jamal-Nenzen-Region, dem Zentrum der russischen Erdgasproduktion. Der ukrainische Präsidenten Selenskyj gab am Morgen an, in den vergangenen 24 Stunden habe das Militär acht russische Infrastrukturanlagen getroffen - darunter auch ein Seehafen in Dagestan und Ziele in den Regionen Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk.