Nach tagelangen Regenfällen Auf Kreta beginnen die Aufräumarbeiten

Auf der griechischen Insel Kreta sind durch heftige Regenfälle Straßen überschwemmt und Häuser beschädigt worden. Eine Delegation der Regierung reist ins Schadensgebiet. Für die Menschen vor Ort beginnt das Aufräumen.

Nach tagelangen schweren Regenfällen und Überflutungen beginnen die Aufräumarbeiten auf Kreta. Wie griechische Medien berichteten, reist heute eine Delegation der Regierung auf die griechische Urlaubsinsel, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten und Hilfe für die am stärksten betroffenen Gebiete anzubieten.

Wassermassen hatten in den letzten Tagen Straßen, Brücken und Häuser beschädigt. Seit Donnerstag waren Rettungskräfte immer wieder ausgerückt, auch um Menschen aus Gebäuden und Fahrzeugen in Sicherheit zu bringen. Auch Touristen waren von den Evakuierungen betroffen.

Zwei Arbeiter bei den Aufräumarbeiten in der Hafenstadt Ierapetra.

Autos und Tiere weggespült

Auf der Lasithi-Hochebene, einem fruchtbaren Hochlandbecken im Osten Kretas, fielen laut dem Leiter der Entwicklungsorganisation für Kreta, Thodoris Ninos, innerhalb von nur zwei Tagen etwa 440 Millimeter Regen. Im Vergleich: Die Niederschlagsmenge liegt Ninos zufolge normalerweise im Jahr zwischen 700 und 900 Millimetern.

Im Südosten Kretas riss ein Sturzbach drei Touristen und ihren Taxifahrer im Auto mit, wie der Fernsehsender ERT berichtete. Sie konnten sich retten, als das Taxi an einer Böschung hängenblieb. Ein 80-jähriger Viehzüchter wurde tot aufgefunden, die Behörden prüfen, wie er gestorben ist.

Überschwemmt Felder auf der Lasithi-Hochebene.

Arbeiter steckten in Samaria-Schlucht fest

In der Samaria-Schlucht, einem beliebten Ausflugsziel für Kreta-Urlauber, steckten acht Mitarbeiter des Nationalparks wegen der starken Regenfälle fest, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtet.

Im Hafen von Canea trafen riesige Wellen die Restaurants der Strandpromenade. Teils verwandelten sich landwirtschaftliche Flächen in Schlammfelder. Medienberichten zufolge wurden Autos und Tiere weggespült. Nun wird erwartet, dass einige Landwirte Hilfen und Entschädigung beantragen.

In einigen Gemeinden bleiben zum Wochenstart aufgrund der Schäden die Schulen geschlossen. Die Wetteraussichten haben sich mittlerweile aber deutlich verbessert, weitere starke Regenfälle sind heute nicht in Sicht.

Mit Informationen von Jasper Riemann, ARD Rom, zzt. Kreta