Unglück im Sudan Mindestens 60 Tote bei Einsturz von Goldmine
Beim Einsturz einer Goldmine im Sudan sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Möglicherweise könnten weitere Arbeiter noch verschüttet sein. Das Land ist ein weltweit wichtiger Goldproduzent.
Durch den Einsturz einer Goldmine im Sudan sind mindestens 60 Bergarbeiter ums Leben gekommen. Überlebende berichteten der Nachrichtenagentur AFP, dass noch weitere Männer vermisst werden und möglicherweise in den Trümmern und Tunneln der Mine eingeschlossen sind. Die Mine liegt im Südwesten des Landes im Bundesstaat West-Kordofan.
Die Region steht unter Kontrolle der paramilitärischen RSF-Miliz, die sich im Krieg mit der Regierungsarmee befindet. Für beide großen Kriegsparteien ist der Export, beziehungsweise Schmuggel, eine der wichtigsten Einnahmequellen. Dadurch finanzieren sie ihre Waffenimporte.
Wichtiger Goldproduzent
Wichtigster Abnehmer des Goldes sind die Vereinigten Arabischen Emirate. In Dubai wird das Gold weiterverarbeitet und verkauft - vor allem nach Indien, Hongkong oder in die Schweiz.
Sudan gehört zu den wichtigsten Goldproduzenten Afrikas. Im vergangenen Jahr wurden mindestens 70 Tonnen aus den Minen geholt. Die größten Goldvorkommen liegen im Norden sowie im Südwesten des Landes. Neben größeren Goldminen gibt es zahlreiche informell betriebene Förderstätten - häufig ohne Schutzmaßnahmen für die Bergarbeiter.




