Tech-Erholung in Asien DAX leicht höher gesehen
In Asien erholen sich die Technologiewerte wieder, was auch den DAX entlasten dürfte. Der deutsche Leitindex dürfte leicht höher in den Tag starten.
Die Aktienmärkte müssen derzeit mit vielen Bällen jonglieren: Tritt ein Belastungsfaktor in den Hintergrund, tut sich der nächste auf. Bisher sind die Märkte mit diesen Belastungen aber recht gut zurechtgekommen, was nicht zuletzt an den soliden Unternehmensgewinnen liegt.
Derzeit hoffen die Investoren vor allem, dass eine starke Berichtssaison die Sorgen über die hohen Ölpreise und steigenden Anleiherenditen in den Hintergrund drängen könnte. "Viele Investoren sind erleichtert, dass die Märkte nun vielleicht mehr auf die Unternehmensgewinne schauen und weniger auf den Anleihemarkt, anhaltend hohe Ölpreise und hohe Zinsen", sagte Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management.
Bisher hat das allerdings noch nicht wirklich geklappt. Am Dienstag hatten vier amerikanische Großbanken mit ihren Quartalsbilanzen den Zahlenreigen eröffnet. Zwei von ihnen, Goldman Sachs und Citigroup, konnten die hohen Gewinnerwartungen übertreffen. Dennoch fielen auch deren Akten an der Wall Street ins Minus.
Am Ende verlor der Dow Jones 0,4, der Technologieindex Nasdaq moderate 0,2 Prozent.
Immerhin erreichte die Apple-Aktie im Verlauf ein neues Rekordhoch und stützte die Technologiewerte.
Auch an den Märkten in Asien erholen sich zur Stunde die KI-Aktien von ihrem jüngsten Ausverkauf. Der japanische Nikkei gewinnt 0,8 Prozent und der südkoreanische Kospi-Index über ein Prozent.
Besonders die Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix sind dort wieder gefragt.
Hält dieser Erholungstrend an, könnte auch der DAX leicht höher in den Tag starten. Der Broker IG Markets taxierte den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Start des Xetra-Handels mit einem Plus von 0,33 Prozent. Am Dienstag war der DAX nach starkem Start leicht ins Minus auf 25.259 Punkte gedriftet.
Wichtigster Konjunkturtermin des Tages sind die Inflationsdaten in den USA um 14.30 Uhr, die weiteren Aufschluss über den Zinskurs der Notenbank Federal Reserve (Fed) versprechen. Die Marktteilnehmer erwarten derzeit mit klarer Mehrheit, dass die Fed ihren Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung am 28. Oktober nicht antastet.
Auch die Ölpreise dürften das Tagesgeschehen mitbestimmen. Am frühen Morgen notiert Nordseeöl der Sorte Brent leicht höher bei 106,35 Dollar pro Barrel.




