Statistisches Bundesamt Krankheitskosten in Deutschland weiter gestiegen
Die direkten Kosten für Krankheiten und Gesundheitsprobleme sind in Deutschland im Jahr 2024 um mehr als 7,6 Prozent gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt lagen sie damit erstmals über einer halben Billion Euro.
Die Krankheitskosten in Deutschland haben im Jahr 2024 die Marke von einer halben Billion Euro überschritten. Insgesamt beliefen sich die direkten Kosten auf 528,5 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 7,6 Prozent zum Vorjahr entspricht, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Rechnerisch entfielen damit auf jeden Einwohner Kosten von 6.330 Euro.
In den Zahlen sind Ausgaben für medizinische Behandlungen, Pflege, Prävention und Rehabilitation enthalten, nicht jedoch indirekte Folgen wie Arbeitsausfälle.
Große Unterschiede zwischen Geschlechtern
Besonders große Unterschiede zeigen sich zwischen den Geschlechtern. Die Pro-Kopf-Kosten für Frauen lagen mit 6.960 Euro um 22,5 Prozent höher als für Männer mit 5.680 Euro. Die Statistiker führen das vor allem auf die höhere Lebenserwartung von Frauen und den damit verbundenen größeren Anteil an älteren und hochbetagten Menschen zurück. Zudem fallen Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt an.
Mit dem Alter steigen die Kosten
Ein entscheidender Kostentreiber ist das Lebensalter. Mehr als die Hälfte der gesamten Krankheitskosten (53,8 Prozent oder 284,3 Milliarden Euro) entfiel allein auf die Altersgruppe der über 65-Jährigen. Während die Kosten für 15- bis 29-Jährige bei durchschnittlich 2.390 Euro lagen, stiegen sie für Menschen über 85 Jahre auf 30.150 Euro pro Person.
Insgesamt verursachten Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 69,4 Milliarden Euro die höchsten Kosten, dicht gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen mit 68,7 Milliarden Euro.



