Krieg gegen die Ukraine Mehrere Tote durch Angriffe auf Saporischschja

Während in Miami über Hilfe für die Ukraine und Wege hin zu einem Ende des russischen Angriffskrieges beraten wird, setzt Moskau seine Attacken fort. In der Region Saporischschja gab es mehrere Todesopfer und Verletzte.

Bei russischen Angriffen auf die Stadt und die Region Saporischschja im Südosten der Ukraine sind mehrere Menschen getötet worden. Zu der Zahl der Opfer kursieren mehrere Angaben: Laut der Nachrichtenagentur dpa wurden mindestens zwölf Menschen getötet. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf den Verteidigungsrat der Region von mindestens acht Todesopfern, die Nachrichtenagentur Reuters meldete mindestens elf Tote. Reuters bezog sich dabei auf die regionale Militärverwaltung.

Übereinstimmend hieß es von beiden Nachrichtenagenturen, dass zu den Todesopfern auch drei Minderjährige zählen. Mindestens 14 Menschen seien zudem verletzt worden, hieß es von der dpa weiter.

Nach Angaben der örtlichen Polizei hatte Russland am frühen Samstagmorgen in der Stadt Saporischschja Wohngebiete mit fünf Lenkbomben angegriffen. Mindestens zwei Wohnhäuser seien getroffen und beschädigt worden. Die Zahl der Opfer könne sich daher noch erhöhen, da unter Trümmern noch nach möglichen Verschütteten gesucht werde.

Die Region Saporischschja liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Die Region und die gleichnamige Stadt sind immer wieder Ziel von Angriffen.

Teile von Kiew und umliegender Region erneut ohne Strom

Insgesamt seien in der Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden, berichtete die dpa weiter.

Auch die Region um die Hauptstadt Kiew wurde laut Reuters erneut angegriffen. In Teilen der Stadt und der Region sei daraufhin die Stromversorgung zusammengebrochen, zitierte die Nachrichtenagentur das ukrainische Energieministerium.

Auch Russland meldet massive Drohnenangriffe

Das ukrainische Militär soll in der Nacht russisches Gebiet mit mindestens 560 Drohnen attackiert haben, wie dase das russische Verteidigungsministerium mitteilte. In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden.

Auch die südrussische Region Rostow soll Ziel der Attacken gewesen sein, wie der dortige Gouverneur Juri Sljussar bei Telegram mitteilte. Durch die Angriffe seien mehrere Brände ausgebrochen und mehrere Wohnhäuser sowie eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden.

Beratungen über Ukraine-Krieg in Miami

Während die gegenseitigen Angriffe von Russland und der Ukraine weitergehen, sollten in der US-Metropole Miami die Beratungen über weitere mögliche Unterstützung für die Ukraine den zweiten Tag in Folge fortgesetzt werden. Von US-amerikanischer Seite nehmen der Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats und des Finanzministeriums an den Gesprächen teil. Auch eine europäische Delegation war nach Miami gereist.

Die ersten Beratungen am Freitag bezeichnete Witkoff nach deren Ende beim Kurznachrichtendienst X als konstruktiv. Unter anderem sei über Maßnahmen gesprochen worden, um die Ukraine für den bevorstehenden Winter zu wappnen, etwa die Stärkung der Energieinfrastruktur, die das russische Militär immer wieder attackiert.

Selenskyj kritisiert russische Diesellieferungen

Derweil stößt die Bekanntmachung von US-Präsident Donald Trump über eine russische Diesellieferung beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf scharfe Kritik. Trump teilte mit, er habe mit Kremlchef Wladimir Putin einen Deal vereinbart, der vorsieht, dass Russland mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stellt. Selenskyj warf der US-Regierung vor, damit in den russischen Krieg zu investieren und Moskau zu ermöglichen, diesen weiter fortzuführen.